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| Автор: Jens Eisel |
| Издательство: АВТОР |
| Cтраниц: 1 |
| Формат: MP3,M4B |
| Размер: 0 |
| ISBN: 9783864841002 |
| Качество: excellent |
| Язык: |
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Описание:
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"Aber wir verstehen nicht. Oder glauben, nicht zu verstehen. Oder wir verstehen, konnen aber nicht sagen, was eigentlich." "Kafka erscheint uns ratselhaft, dabei schreibt er doch eigentlich in einer schlichten Prosa, seine Schilderungen sind prazise, seine Personen reden in einfachen Worten und es wird weder um das, was sie tun, noch um das, was sie reden, noch um das, was ihnen zusto?t, ein gro?es Gewese gemacht. Aber wir verstehen nicht. Oder glauben, nicht zu verstehen. Oder wir verstehen, konnen aber nicht sagen, was eigentlich. Wir glauben immer etwas anderes, Drittes ausmachen zu mussen, das mit dem, was dort passiert, eigentlich bezeichnet wird, wir versuchen, das Ratsel zu losen. Aber das ist vielleicht ein Fehler. Vielleicht sollte man Kafka anders lesen, namlich ohne Reserve und ohne interpretatorische Ambitionen. So wie wir mittlerweile in der Malerei dreibeinige Pferde oder blaue Baume hinnehmen konnen und auch atonale Musik und Wuppertaler Tanztheater: Wie es gerade kommt. Amerika ware dafur ein guter Einstieg, denn man kann das Buch auch frohlich als Abenteuerroman lesen, in dem zwar sprachlich immer mal wieder die Perspektiven verrutschen, der eine Satz dem anderen widerspricht, Uberdeutlichkeit mehr zur Vernebelung als zur Aufklarung beitragt, aber was soll's, die Geschichte ist gut und man will wissen wie es weitergeht, und es geht immer weiter, weil Karl Ro?mann ein wackerer Held ist, der alles Mogliche tut, blo? nicht lockerlassen. Aber das ist naturlich noch nicht einmal die halbe Miete. Es bleibt die Ratselhaftigkeit, die geheimnisvolle Macht der Bilder, die unseren Erfahrungen zugleich ent- und widerspricht, die Magie einer Sprache, die sich von einem ruhigen Dahinflie?en jederzeit und unvermittelt aufturmen kann zu den sturmischen Wellen au?erster Erregung, nur um gleich wieder abzuflauen und uns plaudernd einzulullen. Und alles ist ein bisschen schief, so wie im Kubismus, man sieht wie dort alles von allen Seiten zugleich und ist verwirrt, weil der Verstand rechtgibt, aber die Erfahrung widerspricht. Und so sind wir immer wieder versucht, innezuhalten und grundlich zu uberlegen, was denn da eigentlich los sei. Wenn man das Horbuch hort, gibt es zu diesem Zweck die Pausentaste. Oder man lasst es einfach laufen. Beides scheint mir der richtige Weg zu sein." Sven Regener
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Пресс - релиз
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